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«Die Gefahr, dass der Mann erneut eine Frau tötet, ist gross»

Der erste Gewalttäter, der in der Schweiz lebenslang verwahrt werden soll, steht bald vor Obergericht. Gerichtspsychiater Thomas Knecht glaubt, der Prostituierten-Mörder von Märstetten TG würde rückfällig.

Im Oktober 2008 ordneten Schweizer Richter zum ersten Mal nach dem Ja zur Verwahrungsinitiative im Jahr 2004 eine lebenslängliche Massnahme an. Mike A., der 2008 in Märstetten TG ein Call-Girl umgebracht hat, muss lebenslang hinter Gitter. Das Weinfelder Bezirksgericht verurteilte den 43-Jährigen zu einer 20- jährigen Gefängnissstrafe mit anschliessender lebenslänglicher Verwahrung.

Der Verteidiger des 43-Jährigen akzeptiert das Urteil nicht. Der Berufungs-Prozess vor dem Thurgauer Obergericht findet am 30. Mai statt. Zwar gibt der Verteidiger vor dem Gerichtstermin keine Auskunft über seine Anträge, es ist aber anzunehmen, dass er eine Verwahrung nach altem Recht verlangt, wie bereits vor der ersten Instanz.

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