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«Die Gemeinden sehen rot»

Im Aargau wird der Ruf nach tieferen Sozialhilfekosten für Flüchtlinge laut. Reto Lindegger, Direktor des Schweizer Gemeindeverbands, sagt, wie hoch die Belastung wirklich ist.

Hier sollen nach Wunsch des Gemeinderats keine Wohnungen mehr an Flüchtlinge vermietet werden: Rekingen im Kanton Aargau. Foto: Badener (Wikimedia)
Hier sollen nach Wunsch des Gemeinderats keine Wohnungen mehr an Flüchtlinge vermietet werden: Rekingen im Kanton Aargau. Foto: Badener (Wikimedia)

Renate Gautschy, die Aargauer Gemeindeammänner-Präsidentin, will die Sozialhilfe für Flüchtlinge halbieren. Sind die Gemeinden durch diesen Posten tatsächlich so stark belastet?

Es ist eine grosse Belastung, und sie wird noch grösser werden. Ein wichtiger Punkt dabei ist die hohe Bleibequote der Flüchtlinge. Das ist einerseits positiv, denn es zeigt, dass diese Personen aufgrund ihrer Herkunft zu Recht als Flüchtlinge anerkannt wurden und hier bleiben dürfen. Andererseits bedeutet das aber auch, dass sie – falls sie Sozialhilfe beziehen – auch hohe Kosten verursachen, die der Bund nach einigen Jahren nicht mehr bezahlt. Die Auswirkungen dieser hohen Bleibequote in den letzten Jahren wird man zudem ja erst in der Zukunft spüren. Noch ist es schwierig, zu sagen, was das genau bedeutet. Wir tragen derzeit Zahlenmaterial zusammen. Klar ist: Wenn man die Arbeitsintegrationsquote nicht erhöhen kann, werden hohe Kosten auf uns zukommen.

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