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«Die Gleichung ‹Je kränker, desto gefährlicher› gilt nicht»

Für Psychiater Thomas Knecht muss die Bluttat von Würenlingen nicht zwingend mit der psychischen Erkrankung des Täters zusammenhängen.

Mit Thomas Knecht sprach Simone Rau
Thomas Knecht ist Leiter der Forensischen Psychiatrie des Psychiatrischen Zentrums Appenzell Ausserrhoden, Gefängnispsychiater und lehrt an Schweizer Hochschulen. Foto: PD
Thomas Knecht ist Leiter der Forensischen Psychiatrie des Psychiatrischen Zentrums Appenzell Ausserrhoden, Gefängnispsychiater und lehrt an Schweizer Hochschulen. Foto: PD

Simon B. will aus der psychiatrischen Klinik entlassen werden. Er nimmt an Therapien teil, schluckt Medikamente, verhält sich unauffällig. Seine Ärzte heben seine fürsorgerische Unterbringung auf, er tötet vier Menschen. Hat er seine Therapeuten allesamt getäuscht?

Faktisch ja. Es muss aber gesagt werden, dass Tötungsdelikte nicht auf das Vorhandensein einer psychischen Störung angewiesen sind. Die Gleichung «Je kränker, desto gefährlicher» gilt nicht – auch nicht im umgekehrten Sinn: «Je gesünder, desto ungefährlicher».

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