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Die Griechenland-Krise schadet Merkel

Wegen der Griechenland-Krise kommen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Unionsparteien unter Druck – kurz vor den wichtigen Wahlen im Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Kurz vor der Wahl in Nordrhein-Westfalen verloren CDU/CSU in einer bundesweiten Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und der Zeitschrft «Stern» zwei Punkte gegenüber der Vorwoche und erreichten nur noch 34 Prozent. Auch Merkel büsste an Zustimmung ein. «Offenbar verübeln die Bürger der Union, dass sich Deutschland nun doch mit mehr als 22 Milliarden Euro an den Notkrediten für Griechenland beteiligt», notierten die Meinungsforscher dazu am Mittwoch.

Die FDP hielt sich in der vierten Woche in Folge stabil bei acht Prozent. SPD und Grüne konnten gemäss der Umfrage zulegen: Die Sozialdemokraten machten einen Punkt auf 25 Prozent gut; die Grünen kletterten um zwei Punkte auf 16 Prozent. Die Linke fiel auf zehn Prozent, ein Prozent weniger als zuvor. «Mit zusammen 51 Prozent liegen SPD, Grüne und Linke derzeit neun Prozentpunkte vor Union und FDP», hiess es im Wahltrend von «Stern» und RTL.

Das Meinungsforschungsinstitut befragte für die Partei- und Kanzlerpräferenz 2.501 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger und zum Krisenmanagement 1009 Wähler.

Geringere Zustimmung zur Bundeskanzlerin

Derzeit würden nur noch 48 Prozent Merkel direkt zur Kanzlerin wählen – ein Minus von sechs Prozentpunkten gegenüber der Vorwoche. Nur mässige Noten gaben die Deutschen ihrem Krisenmanagement: Lediglich 41 Prozent finden, sie habe gut oder sehr gut gehandelt; fast jeder Zweite, nämlich 48 Prozent, stellte ihr dagegen ein schlechtes Zeugnis aus.

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dazu gegenüber dem «Stern»: «Anders als bei der Bankenkrise vor anderthalb Jahren ist die Kanzlerin nicht der ruhende Pol, der den Menschen in der Krise Zuversicht und Orientierung gibt. Damals erklärte sie, das Hilfspaket sei nicht für die Banken da, sondern für die Menschen. Doch letzte Woche hat sie eine entsprechende Formel nicht gefunden.»

ddp/raa

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