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Die Irrungen des Jean Ziegler

Die Bekanntschaft mit Muammar al-Ghadhafi wird zur Belastung für den Genfer Professor. Dass es so weit kommen konnte, liegt an krassen Fehleinschätzungen in früheren Jahren.

«Muammar al-Ghadhafi ist kein nach Willkür schaltender Charakter. Er ist rational, zweckgerichtet, vernunftgeleitet»: Was Jean Ziegler noch im Sommer 2008 von sich gab, tönt heute wie ein Hohn.
«Muammar al-Ghadhafi ist kein nach Willkür schaltender Charakter. Er ist rational, zweckgerichtet, vernunftgeleitet»: Was Jean Ziegler noch im Sommer 2008 von sich gab, tönt heute wie ein Hohn.
Reuters

Was hat dieser Mann nicht gepoltert gegen das «Böse» in dieser Welt. Gegen die israelischen «Besatzer», gegen den Kapitalismus und überhaupt gegen den «Westen», der eine Mitschuld am Elend in der Dritten Welt trage. Jean Ziegler hat sich auch nie gescheut, die angeblichen und tatsächlichen Missetäter beim Namen zu nennen. Hans W. Kopp nannte er einen «Geier», Augusto Pinochet einen Faschisten. Und das sind nur zwei Beispiele, für die er später von Gerichten zu Schadenersatzzahlungen verurteilt wurde. Sein loses Mundwerk kam ihn teuer zu stehen. «Ich habe mehr als sechs Millionen Franken Schulden», sagte er jüngst in einem Interview mit der «Zeit».

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