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Bisher Mitte-links, bald bürgerlich?

Warum sich im Ständerat bei den Wahlen 2019 ein Rechtsrutsch abzeichnet und welche Folgen dieser hätte.

Die Ansage ist grossspurig: 3,2 Prozent will SP-Chef Christian Levrat in der Wählergunst zulegen – und bei den nationalen Wahlen 2019 neu auf 22 Prozent kommen. Das sei nötig, «um die rechte Mehrheit zu brechen», so Levrat im «Blick». Doch der Linken droht genau das Gegenteil: Bei den nächsten Wahlen könnte sich die rechte Mehrheit in Bundesbern verfestigen.

Nachdem bei den Wahlen 2015 der Nationalrat und im Verlauf der Legislatur auch der Bundesrat nach rechts gerutscht sind, ist nun mit dem Ständerat die letzte Machtbastion von Mitte-links in Gefahr. Das liegt für einmal allerdings nicht an der CVP; anders als im Nationalrat scheinen deren Sitze in der kleinen Kammer bisher grösstenteils gesichert. Die Gefahr geht vielmehr von der Linken aus: 5 der 13 linken Ständeräte werden 2019 nicht mehr antreten, und 4 weitere Rücktritte sind möglich bis wahrscheinlich. In manchen Kantonen wanken die rot-grünen Sitze gefährlich, in anderen sind sie so gut wie verloren.

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