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Die neue Lust am Strafen

Das Strafrecht hat sich zum Allerweltsheilmittel entwickelt, das Delikte bereits vor der Tat verhindern soll. Wie realistisch ist dieses übersteigerte Sicherheitsdenken?

Seit bald 40 Jahren bin ich in unterschiedlichen Funktionen im Strafrecht tätig. 40 Jahre, in denen sich vieles verändert hat. Im Studium in den ­70er-Jahren wurde uns der Satz des Soziologen Heinrich Popitz vermittelt: «Werden allzu viele an den Pranger gestellt, verliert nicht nur der Pranger seine Schrecken, sondern auch der Normbruch ­seinen Ausnahmecharakter.»

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