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Die neuen Schweizer Drohnen kommen aus Israel

Das VBS lässt zurzeit Drohnen einer israelischen Rüstungsfirma testen. Sie sollen die bisherigen Modelle der Schweizer Luftwaffe ersetzen und werden 300 bis 400 Millionen Franken kosten.

Unbemannt und unbewaffnet: Eine Hermes-900-Drohne der Israel Aerospace Industries LTD. (Archivbild)
Unbemannt und unbewaffnet: Eine Hermes-900-Drohne der Israel Aerospace Industries LTD. (Archivbild)
Matthieu Sontag

Die nächsten Drohnen für die Schweizer Armee kommen aus Israel. Armasuisse testet derzeit Typen der Unternehmen Israel Aerospace Industries LTD und Elbit Systems.

Die fliegerische Evaluation ist für die zweite Hälfte des laufenden Jahres vorgesehen, die Typenwahl für 2014, wie das schweizerische Rüstungsbeschaffungszentrum Armasuisse heute mitteilte. Die neue Drohne soll die bisherige Aufklärungsdrohne ADS 95 der Schweizer Luftwaffe ersetzen, die seit zwölf Jahren im Einsatz steht.

Daten für Grenzwacht und Polizei

Bei den in der Endauswahl stehenden Drohnen handelt sich um die Systeme Hermes 900 von Elbit und Heron 1 von Israel Aerospace Industries. Sie bestehen aus unbemannten, unbewaffneten Flugzeugen mit leistungsfähigen Sensoren sowie den Stationen für die Steuerung der Systeme durch Operateure am Boden.

Die Schweiz wird voraussichtlich sechs Drohnen kaufen – für 300 bis 400 Millionen Franken, wie Armasuisse-Sprecher Kaj-Gunnar Sievert der Nachrichtenagentur SDA heute sagte. Im Preis inbegriffen seien ausser den Drohnen Ausbildung, Wartung und Training.

Das Verteidigungsministerium (VBS) in Bern verspricht sich vom neuen Drohnensystem Allwettertauglichkeit, flexiblere Einsatzmöglichkeiten, eine grössere Reichweite, kleinere Lärmemissionen und tiefere Kosten. Das derzeitige Drohnensystem ADS 95 wird auch ausserhalb der Armee eingesetzt: Es liefert dem Grenzwachtkorps und der Polizei Daten.

SDA/fko

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