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Die Nonnen schlugen ihn, die Patres beschmierten ihn mit Kot

Missbrauch? Was dieser Mann als Kind in einer Thurgauer Klosterschule durchlitt, war Folter. Jetzt redet er erstmals über seine Qualen. Und über seine Rettung.

Er kann nicht mehr schlafen und will nicht mehr schweigen. Seit Missbrauchsopfer über ihre Erlebnisse öffentlich reden und die katholische Kirche darauf mit Schweigen, Vertuschen, Verharmlosen und Unterstellungen reagiert und nachdem der Papst an Ostern nicht einmal ansatzweise den Eindruck vermittelte, die Schuld seiner Kirche eingesehen zu haben: Da will auch er endlich erzählen, was mit ihm passiert ist.

Beat Faller, wie wir ihn nennen möchten, ist ein stattlicher Mann Mitte siebzig. Er spricht konzentriert und genau und nennt die Dinge beim Namen. Manchmal lacht er sogar. Aber immer dann, wenn er an die Zeit in der Thurgauer Klosterschule zurückdenkt, merkt man ihm an, wie sehr er sich beherrschen muss. «Ich spüre nur noch Hass», sagt er während des Gesprächs; er sagt es mehrmals.

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