Zum Hauptinhalt springen

Die Ohnmacht der Elite

Wie bei früheren Abstimmungen zeichnet sich auch bei der Durchsetzungsinitiative ein Konflikt zwischen Elite und Basis ab. Das hat mit dem Thema zu tun – und nützt der SVP.

Zeichnung: Felix Schaad
Zeichnung: Felix Schaad

Macht sie viel, versucht sie das dumme Volk zu erziehen. Macht sie wenig, nimmt sie die Sorgen der Bevölkerung nicht ernst.

Was «sie» auch macht – es ist falsch. Die Elite, dieses vage Gebilde aus Meinungsmachern, der politischen Klasse, Wirtschaft, Bildung, Kultur, Justiz und Medien, steht bei der Durchsetzungsinitiative vor einem alten Problem. Sie hat sich für Variante 1 entschieden: Angriff. Über 600'000 Franken sind nach dem «dringenden Aufruf» für eine Kampagne gegen die SVP zusammengekommen, und es vergeht kein Tag, an dem nicht ein Mitglied der «Elite» wortreich sein Nein begründet. Die Initiative sei ein «Angriff auf die Schweiz», sagt FDP-Präsident Philipp Müller; «die Kirche darf nicht schweigen!», mahnt Martin Werlen, ehemaliger Abt von Einsiedeln; die Vorlage schade dem Wirtschaftsstandort (Novartis-Länderchef André Wyss), sei «gefährlich» (Economiesuisse) und trete den Rechtsstaat mit Füssen (Rolf Grädel, Präsident der Staatsanwälte-Konferenz).

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.