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Die Post als Goldgrube für Consultingfirmen

Die Schweizerische Post ist auffällig grosszügig mit Mandatsvergaben, wie jetzt sichtbar wird.

Immerhin gut zwei Dutzend Kommunikationsagenturen haben getan, was ihr Branchenverband wünscht: Sie deklarieren auf der Website der Schweizerischen Public-Affairs-Gesellschaft (Spag) ihre Mandanten. Auffällig ist, wie häufig die Schweizerische Post auf den Kundenlisten fungiert. So wird der Gelbe Riese etwa als Auftraggeber der Berner Agentur Furrer-Hugi genannt; ebenso gibt Michel Grunder vom PR-Grosskonzern Farner Consulting ein Post-Mandat an. Die Berner SP-Politikerin Lea Kusano, die für Köhler, Stüdeli & Partner arbeitet, gehört zusammen mit ihrem Chef, Walter Stüdeli, ebenfalls zu den Post-Mandatierten. Das Gleiche gilt für die Richard Pfister Public Relations GmbH aus Bern.

Die vielen Consultingaufträge bedeuten aber nicht, dass die Post die Sparte Public Affairs einfach ausgelagert hätte. Unter den Spag-Mitgliedern findet sich nämlich auch eine ganze Reihe von Angestellten der Post und der angegliederten Postauto Schweiz AG selber – namentlich Ronny Kaufmann, François Tissot-Daguette und Marco Imboden (Post) sowie Ian Hennin, René Böhlen, Daniel Landolf und André Burri (Postauto). Ob darüber hinaus weitere externe Mandate vorhanden sind, wird sich zeigen, wenn noch mehr Spag-Lobbyisten ihre Interessen offenlegen.

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