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Die Rechnung von Schwyz geht nicht auf

In der Kasse klafft mit 141 Millionen Franken ein rekordgrosses Loch. Mit tiefen Steuersätzen für Reiche, Dauerdefiziten und steigenden Belastungen durch den Nationalen Finanzausgleich hat sich Schwyz in eine Sackgasse manövriert.

Prozentual die höchste Dichte an Multimillionären: Blick über den Kanton Schwyz. Foto: Stefan Zürrer (Sodapix)
Prozentual die höchste Dichte an Multimillionären: Blick über den Kanton Schwyz. Foto: Stefan Zürrer (Sodapix)

Zurzeit macht Schwyz den Eindruck als seien seine Trümpfe nur noch Bürden. Zum Beispiel die A 3. «Einbrecher nehmen die Autobahn», titelte eine Schwyzer Zeitung unlängst auf ihrer Frontseite. So hat die Zahl der Diebstähle letztes Jahr um satte 46,2 Prozent zugenommen – wobei die meisten von Einbruchtouristen stammen, die über die Autobahnen kommen. Dabei hat das frühere Armenhaus seinen heutigen Wohlstand unter anderem der Eröffnung der Autobahn im Jahre 1968 zu verdanken. Daraus machte Franz Marty, der frühere Finanzdirektor und Architekt des Schwyzer Wunders, nie ein Geheimnis: «Der Standort hat seine Bedeutung im Verhältnis zu Zürich. Zu dieser guten Lage kam die Verkehrserschliessung, zuerst über die Autobahn, dann über die S-Bahn. Dann kam dazu, dass es steuerlich sehr attraktiv ist», sagte er vor einigen Jahren.

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