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Die Richtung stimmt

Integration muss das neue Ausländerthema sein. Genauer: Integration in den Arbeitsmarkt.

Bisher drehte sich die Asyldebatte vor allem um jene Flüchtlinge, die gerade ankommen, oder jene, die noch kommen könnten. Wie kann man ihren Zustrom an der Grenze bremsen? Wie werden die Asylverfahren schneller? Was kostet das alles? Auf diese Fragen gibt es zumindest teilweise Antworten, seit das Volk am 5. Juni 2016 Ja gesagt hat zur Asylreform. Damit wird es Zeit für einen Themenwechsel. Jetzt müssen wir über jene Flüchtlinge reden, die bereits hier sind.

Ob es dem Stammtisch gefällt oder nicht: Viele werden nie mehr gehen, auch wenn sie keine Flüchtlinge im Sinn unseres Asylgesetzes sind. Vielfach ist es nicht nur völkerrechtlich, sondern auch praktisch ­unmöglich, diese Menschen nach Syrien, Eritrea oder Afghanistan zurückzuschicken. Darum erhalten sie den Status «vorläufig aufgenommen». Seit 2010 ist ihre Zahl um 50 Prozent auf 34'000 gestiegen. Nur 28 Prozent von ihnen haben Arbeit. Die übrigen drohen für den Rest ihres Lebens der Sozialhilfe zur Last zu ­fallen. Das ist eine finanzielle und soziale Zeitbombe.

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