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«Die Schweiz begünstigt einen Rechtsbruch»

Der Präsident der russischen Staatsduma, Sergej Naryschkin, über die Ukraine, die Sanktionen des Westens und seine Liebe zu den Walliser Alpen.

«Diese Sanktionen sind pures Werkzeug einer wirtschaftlichen Erpressung»: Sergej Naryschkin, Parlamentspräsident der Russischen Föderation.
«Diese Sanktionen sind pures Werkzeug einer wirtschaftlichen Erpressung»: Sergej Naryschkin, Parlamentspräsident der Russischen Föderation.

BaZ: Herr Naryschkin, die Feierlichkeiten «200 Jahre diplomatische Beziehungen Schweiz-Russland» wurden von den Ereignissen in der Ukraine und auf der Krim überschattet. Wie gross war dieser Schatten?

Sergej Naryschkin: Es ist schade, dass die Schweiz anlässlich dieser Zweihundertjahrfeier von ihrem Neutralitätsprinzip abgewichen ist. Historisches Erbe, kulturelle Beziehungen, wirtschaftliche Partnerschaft und anderes mehr sind dabei fremden politischen Ambitionen und fremden wirtschaftlichen Interessen geopfert worden. Ich möchte betonen, dass Russland keinerlei Sanktionen gegen die Schweiz eingeführt hat, aber die Schweiz hat solche Schritte gegenüber Russland unternommen. Es existiert aber nach wie vor eine Zusammenarbeit mit Vorteilen für beide Seiten. Sollte die Schweiz beschliessen, diese Vorteile zu verlieren, dann müsste sie sich die Schuld dafür selbst zuschreiben.

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