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«Die Schweiz beteiligt sich an einer kasachischen Justizparodie»

Wegen Geldwäscherei ermittelt jetzt die Genfer Justiz gegen den kasachischen Ex-Minister Viktor Khrapunov und seine Frau Leila. Sie sehen sich als Opfer einer Rachekampagne von Diktator Nasarbajew. Die Behörden in Genf sprechen von nachvollziehbaren Verdachtsmomenten.

Nursultan Nasarbajew ist seit über 20 Jahren Präsident von Kasachstan. Bevor sich Viktor Khrapunov 2007 unter dem Vorwand eines Kuraufenthalts in die Schweiz absetzte, soll er sich mit dem starken Mann Kasachstans überworfen haben. Nasarbajew trägt den Titel Führer der Nation.
Nursultan Nasarbajew ist seit über 20 Jahren Präsident von Kasachstan. Bevor sich Viktor Khrapunov 2007 unter dem Vorwand eines Kuraufenthalts in die Schweiz absetzte, soll er sich mit dem starken Mann Kasachstans überworfen haben. Nasarbajew trägt den Titel Führer der Nation.
Keystone
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Viktor Khrapunov, einst ein hoher Politiker Kasachstans, der seit 2007 im Genfer Exil lebt, figuriert auf der Fahndungsliste von Interpol. Kasachstan wirft dem 64-jährigen Ex-Minister schwere Wirtschaftsdelikte vor, unter anderem Geldwäscherei. Laut Khrapunov sind diese Vorwürfe politisch motiviert: Diktator Nursultan Nasarbajew habe eine Kampagne gegen ihn gestartet, weil er ihn als politischen Feind sehe. «Mit der Interpolfahndung will er mich einschüchtern und zum Schweigen bringen», sagte Khrapunov vor zwei Monaten in einem Interview mit Redaktion Tamedia. Zudem gab er sich überzeugt, dass in der Schweiz niemals ein Strafverfahren eröffnet werde.

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