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«Die Schweiz hat ein grosses Problem»

Bei Peter F. Müller nahmen die Cryptoleaks ihren Anfang. Der Geheimdienstexperte sagt, wie er die Dokumente prüfte und was er von den Vorwürfen gegen Kaspar Villiger hält.

Peter F. Müller im Gespräch mit Res Strehle. Video: Tamedia

Peter F. Müller, bei Ihnen nahmen die Cryptoleaks ihren Anfang. Wie kamen Sie zu diesen Geheimpapieren?

Ich arbeite seit über 20 Jahren zum ­Thema Geheimdienste, habe dazu ­Filme gemacht und ein Buch geschrieben. So ergaben sich langjährige Kontakte. Schliesslich war es so einfach, wie es tönt: Die Papiere wurden mir zugespielt.

Wie haben Sie überprüft, dass sie echt sind?

In den Dokumenten stehen neben Decknamen auch viele Klarnamen von Beteiligten, Mitarbeiter von CIA und BND. Nach ersten Gesprächen mit ihnen, meist off the record, war sofort klar, dass die Papiere echt sind.

Nun gibt es in den Papieren der CIA auch Hinweise, dass die Schweiz in das Projekt eingeweiht war, konkret auch Kaspar Villiger. Der Alt-Bundesrat bestreitet dies. Gibt es Fehler in den Papieren?

Es wird schon einzelne Eitelkeiten oder falsche Erinnerungen geben. Aber wenn ein Name wie Villiger auftaucht, der ausserhalb der Schweiz nur Insidern ­etwas sagt, dann ist die Substanz aktenkundig.

Wie gross sehen Sie nun das Problem der Schweiz von aussen?

Die Schweiz hat ein wirklich grosses Problem mit ihrem Ruf der Neutralität und der hohen technischen Standards. Das kleinste Problem haben die USA.

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