Die Sonderbehandlung für Donald Trump

Der US-Präsident wird mit mehreren Helikoptern nach Davos fliegen.

Air Force One, Marine One und Auto-Konvoi: So reist US-Präsident Donald Trump ans WEF. (Video: Tamedia)

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Der amerikanische Präsident ­Donald Trump und sein grosser Tross ­geniessen in der Schweiz während des WEF eine Sonderbehandlung. Die US-Regierung hat beispielsweise einen ­eigenen Sicherheitsoffizier nach Dübendorf ZH in die Einsatzzentrale der Luftwaffe abdelegiert. Dieser hat die Auf­gabe, während des gesamten Aufenthalts von ­Donald Trump in der Schweiz von der Einsatzzentrale aus den Kontakt zum ­Präsidenten zu gewährleisten.

Wann genau der amerikanische ­Präsident anreisen wird, bleibt unklar. Erwartet wird er am Dienstagvormittag. Doch bereits seit mehreren Tagen fliegen die USA Material zum Schutz ihres Staatschef ein. Gelandet sind bereits ­grosse Militärfrachter des Typs Boeing C-17 Globemaster, die Fahrzeuge, aber auch Helikopter für den amerikanischen Präsidenten und seine Entourage transportierten. Denn während sich andere Staatsoberhäupter in der Regel mit den Helikoptern der Schweizer Luft­waffe nach Davos fliegen lassen, steigt Trump auf seinen Reisen ausschliesslich in die eigenen Flug- und Fahrzeuge.

An Bord der Black Hawks befinden sich bewaff­nete Besatzungsmitglieder, die für den Schutz des US-Präsidenten sorgen.

Bereits in der Schweiz eingetroffen sind mittlerweile die grossen Black-Hawk-Helikopter der US-Armee. Gleich mehrere baugleiche Maschinen werden im Formationsflug mit dem amerikanischen Präsidenten von Zürich nach Davos ­fliegen – sofern es das Wetter zulässt. ­Dadurch soll unbekannt bleiben, in ­welchem der Helikopter Trump sitzt. Wohl auch darum betont der Flughafen Zürich in einer Medienmitteilung, dass es aufgrund von Vorgaben der US-­Delegation nicht möglich sein wird, der ­Ankunft oder dem Abflug des US-Präsidenten in Zürich vor Ort beizuwohnen.

Fest steht jedenfalls, dass, sobald der Präsident einen der Helikopter bestiegen hat, dieser den Funkrufnamen «Marine One» benutzt. An Bord der Black Hawks befinden sich bewaff­nete Besatzungsmitglieder, die für den Schutz des US-Präsidenten sorgen. Die amerikanische Helikopterformation wird stets von Super Pumas der Schweizer Luftwaffe geführt. Schliesslich handelt es sich um eine Ausnahme, dass ­be­waffnete Flugzeuge eines anderen ­Staates in der Schweiz verkehren dürfen. Damit die ­Flüge reibungslos ablaufen, sobald ­Präsident Trump an Bord ist, hat das United States Marine Corps ge­meinsam mit der Schweizer Luftwaffe ­bereits am ­Freitag Übungsflüge durch­geführt.



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Erstellt: 19.01.2020, 10:37 Uhr

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