Zum Hauptinhalt springen

Die Spritze als Stichwaffe – oder als Lockmittel

Verschiedene Kantone wehren sich, in den Gefängnissen eine «saubere» Drogeninjektion zu ermöglichen. Befürchtet wird, eine obligatorische Spritzenabgabe würde die Häftlinge zu Gewalttaten oder zum Konsum verführen.

Von Fabian Renz, Bern
Braucht es in Schweizer Gefängnissen eine kontrollierte Spritzenabgabe? Justizvollzugsanstalt Pöschwies im zürcherischen Regensdorf. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)
Braucht es in Schweizer Gefängnissen eine kontrollierte Spritzenabgabe? Justizvollzugsanstalt Pöschwies im zürcherischen Regensdorf. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Wie viel Rauschgift wird in Schweizer Gefängnissen konsumiert? Statistiken gibt es nicht, doch offiziell ist die Antwort klar: null. Drogen sind in den Strafanstalten nicht toleriert. Dass die Welt hinter Gittern aber keineswegs «clean» ist, zeigte sich dieser Tage wieder an einem besonders krassen Fall: Im Zürcher Bezirksgefängnis Affoltern am Albis wurde einer Aufseherin nachgewiesen, dass sie den Insassen – neben Fastfood und Anabolika – regelmässig Marihuana und Kokain lieferte. Im Gegenzug soll sie Drogen für den Eigengebrauch erhalten haben (Redaktion Tamedia vom Donnerstag).

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen