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«Die Steuerverwaltung hat beide Augen zugedrückt»

Experte Werner Räber sagt, der Fall Ammann sei kein Einzelfall. Widerrechtlich sei das Verhalten der Berner Steuerverwaltung jedoch nicht gewesen.

Mit Werner Räber sprach Fabian Schäfer
Auch er hat Steuern «optimiert»: Johann Schneider-Ammann als Chef der Ammann-Gruppe 2004.
Auch er hat Steuern «optimiert»: Johann Schneider-Ammann als Chef der Ammann-Gruppe 2004.
Gaëtan Bally, Keystone

Sie sagten in der «Rundschau», die Offshoretöchter der Ammann-Gruppe hätten eigentlich in der Schweiz Steuern zahlen müssen. Hat die Berner Steuerverwaltung mit ihrem Steuer-Ruling gegen das Gesetz verstossen?

Ich würde nicht so weit gehen, zu sagen, das Vorgehen sei widerrechtlich gewesen. Aber die Steuerverwaltung des Kantons Bern hat sicher beide Augen zugedrückt und den Ermessensspielraum, den das Gesetz lässt, sehr weit ausgedehnt. Aus den Unterlagen, die ich gesehen habe, geht klar hervor, dass die Tochtergesellschaften der Ammann-Gruppe von der Schweiz aus gesteuert worden sind. Deshalb hätten sie auch hier Steuern zahlen müssen.

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