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«Die Stimmbürger brauchen Selbstdisziplin»

FDP-Nationalrat Andrea Caroni stellt sich einer unbeliebten Aufgabe: Er übernimmt die Führung des Komitees gegen die Pädophileninitiative. Gegenüber Redaktion Tamedia sagt er, was ihn antreibt.

«Ich halte die Fahne des Rechtsstaats aus Überzeugung in den Gegenwind»: Der Ausserrhoder FDP-Nationalrat Andrea Caroni. (Archivbild)
«Ich halte die Fahne des Rechtsstaats aus Überzeugung in den Gegenwind»: Der Ausserrhoder FDP-Nationalrat Andrea Caroni. (Archivbild)
Keystone

Herr Caroni, Sie führen das Nein-Komitee zur Pädophileninitiative an. Haben Sie keine Bedenken, als Fürsprecher pädokrimineller Interessen wahrgenommen zu werden? Davor fürchte ich mich überhaupt nicht. Ich führe die Nein-Kampagne ja nicht allein: Unser siebenköpfiges Co-Präsidium besteht aus Parlamentariern unterschiedlicher Parteien. Hinter unserer Meinung stehen zudem auch der Bundesrat, die Mehrheit des Ständerats und eine starke Minderheit des Nationalrats. Die grosse Kammer sprach sich nur ganz knapp für die Initiative aus. Auch wir sprechen uns dafür aus, dass Pädophile, die kriminell werden, angemessen bestraft werden. Doch dafür haben wir bereits lange vor der Initiative ein Gesetz ausgearbeitet, das Anfang nächsten Jahres in Kraft tritt. Unser Engagement gilt dem Rechtsstaat. Dafür stehe ich mit Stolz ein.

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