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Die SVP – Erbe der radikalen Linken

Unter Christoph Blocher schaffte es die SVP zur dominierenden Kraft im Land. Sie tat das mit den Rezepten der revolutionären Linken. Ist sie überhaupt eine bürgerliche Partei?

Kopie der radikalen Linken: SVP-Tagung auf dem Albisgüetli.
Kopie der radikalen Linken: SVP-Tagung auf dem Albisgüetli.
Keystone

Das Verblüffende an den Schweizer Parteien ist, wie stark die Etiketten gewechselt haben. Früher war alles einfach. Die SP war eine Partei der Linken, der Revoluzzer und der Arbeiter, die FDP war die Verwaltungspartei im Staat, die CVP in den katholischen Kantonen, die SVP war bieder konservativ. Heute stimmt daran nichts mehr. FDP und CVP sind – zu klein für ihre traditionelle Aufgabe der Verteilung von Macht – ängstlich und wirr, die SP wurde zur staatstragenden Partei des gehobenen Mittelstands. Und die von 12 auf 30 Prozent gewachsene SVP? Sie hat ausgerechnet die Rezepte der radikalen Linken kopiert.

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