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Die SVP fürchtet um Blochers Millionen

Die Anhänger des Ex-Bundesrats sind verärgert, weil die Partei ihn nicht erneut aufstellen will. Sie drohen damit, den Geldhahn abzudrehen.

Auf dem Weg zur denkwürdigen Fraktionssitzung am Dienstag: Christoph Blocher.
Auf dem Weg zur denkwürdigen Fraktionssitzung am Dienstag: Christoph Blocher.
Keystone

In der SVP wird nach der denkwürdigen Fraktionssitzung vom Dienstag mit harten Bandagen gekämpft. Dass die Fraktion entschied, den Namen Christoph Blocher als möglichen Bundesratskandidaten nicht zu nennen, verärgert die Blocher-Fraktion nachhaltig. Verschiedene Exponenten drohen nun den Abweichlern damit, dass Blocher die finanzielle Unterstützung der SVP kappt.

10 bis 12 Millionen Franken

Mehrere Parlamentarier bestätigen gegenüber der Zeitung «Sonntag», Nationalrat Theophil Pfister habe ihnen gegenüber betont, es stünden zehn bis zwölf Millionen Franken auf dem Spiel. Damit konfrontiert, sagt Pfister: «Es ist nicht undenkbar, dass ich eine Zahl nannte.» Es sei ihm aber um etwas anderes gegangen: «Ich musste ihnen sagen: Um was geht es eigentlich? Wir können nicht auf die Unterstützung von Christoph Blocher verzichten. Wir müssen am gleichen Strick ziehen.»

Auch Toni Bortoluzzi spielte die Drohkarte Finanzen aus. Er hielt Parlamentariern Einzahlungsscheine vor die Nase und sagte: «Jetzt könnt ihr selber zahlen.» Bortoluzzi bestätigt das. «Ich war wütend», sagt der Nationalrat. «In meiner Wut ging ich zu Ulrich Giezendanner, hielt ihm einen Einzahlungsschein vom Komitee ‹2× Nein zu mehr Drogen› hin und sagte: Jetzt kannst ja du ein paar hunderttausend Franken zahlen.»

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