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Die toten Arbeiter vom Gotthard

Beim Bau des ersten Gotthardtunnels gab es 199 Todesfälle, der neue Tunnel forderte 9 Todesopfer. Trotz verbesserter Sicherheit leben Tunnelbauer überdurchschnittlich gefährlich.

Mineure warten auf den Durchbruch des letzten Abschnitts in der Weströhre des Gotthard-Basistunnels bei Faido TI. (23. März 2011) Foto: Martin Rütschi (Keystone)
Mineure warten auf den Durchbruch des letzten Abschnitts in der Weströhre des Gotthard-Basistunnels bei Faido TI. (23. März 2011) Foto: Martin Rütschi (Keystone)

Hin und wieder tauchte eine kurze Meldung in den Zeitungen auf. Unter «Unfall im Basistunnel» stand beispielsweise im «Tages-Anzeiger» vom 25. Juni 2010: «Auf der Alptransit-Baustelle in Faido hat sich am Donnerstag ein tödlicher Arbeitsunfall ereignet. Ein Mitarbeiter der örtlichen Bauleitung fiel aus dem fahrenden Baustellenzug. Der 46-Jährige starb beim Transport ins Spital. Die Unfallursache wird abgeklärt.» Es war einer der letzten tödlichen Unfälle beim Bau des zweiröhrigen, 57 Kilometer langen Gotthard-Basistunnels. Insgesamt haben neun Arbeiter ihr Leben verloren. Ihre Namen finden sich eingraviert auf einer Erinnerungstafel. Das Denkmal wird Ende Mai, einen Tag vor der offiziellen Eröffnung des Bahntunnels, im engsten Kreis von Angehörigen und Vertreterm der Bau­firmen vor dem Nordportal in Erstfeld eingeweiht.

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