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Die Toten vom Gotthard

Wenn am Freitag in Sedrun der längste Tunnel der Welt durchstochen wird, gedenken die Tunnelbauer auch ihrer acht Kollegen, die im Berg ums Leben kamen.

Der Deutsche Andreas Reinhardt wird im Schacht von Sedrun von einer Stange tödlich getroffen.
Der Deutsche Andreas Reinhardt wird im Schacht von Sedrun von einer Stange tödlich getroffen.
SF
Der Südafrikaner Jacques du Plooy wird im Schacht von Sedrun von Ausbruchmaterial verschüttet.
Der Südafrikaner Jacques du Plooy wird im Schacht von Sedrun von Ausbruchmaterial verschüttet.
SF
Der Deutsche Thorsten Elsemann kommt ums Leben, als er die sichere Kabine seiner Überwachungsarbeit verlässt.
Der Deutsche Thorsten Elsemann kommt ums Leben, als er die sichere Kabine seiner Überwachungsarbeit verlässt.
SF
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Es war der 21. Januar 2005, als im Stollen von Bodio von einem Zug mit Ausbruchmaterial die beiden hintersten Wagen aus den Gleisen sprangen und auf der Parallelspur einen Servicewagen ungewollt in Bewegung setzten. Zwei italienische Arbeiter wurden erdrückt. Salvatore di Benedetto, 24-jährig, und Andrea Astorino, 31-jährig. Laut der Mutter von Salvatore di Benedetto passierte der Unfall am letzten Arbeitstag ihres Sohnes im Tunnel. Er wollte die Arbeit dort nicht mehr fortsetzen. Sein Landsmann Andrea Astorino wäre wenige Monate später Vater geworden. Kurz vor diesem Unfall sprach Astorino am Fest der Schutzpatronin der Bergarbeiter in einem Interview mit SF: «Heute ist mein Geburtstag, Santa Barbara ist mein Tag.» Es war der 4. Dezember 2004. Knapp sieben Wochen später war er tot.

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