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Die Verhinderer des Vaterschaftsurlaubs

Das Nein zum Vaterschaftsurlaub kam ausgerechnet dank Abweichlern in der CVP zustande. Und weil in der FDP eiserne Fraktionsdisziplin galt.

«In der Phase nach der Geburt ist von Natur aus die Mutter gefordert»: CVP-Nationalrat Alois Gmür begründet seine Ablehnung.
«In der Phase nach der Geburt ist von Natur aus die Mutter gefordert»: CVP-Nationalrat Alois Gmür begründet seine Ablehnung.
Keystone
«Viel mehr als zwei Wochen bezahlte Ferien zählt die kontinuierliche Präsenz der Väter in den Familien»: CVP-Nationalrat Daniel Fässler begründet seine Enthaltung.
«Viel mehr als zwei Wochen bezahlte Ferien zählt die kontinuierliche Präsenz der Väter in den Familien»: CVP-Nationalrat Daniel Fässler begründet seine Enthaltung.
Keystone
Stimmte als einziger in der FDP-Fraktion für den Vaterschaftsurlaub: Der Genfer Hugues Hiltpold.
Stimmte als einziger in der FDP-Fraktion für den Vaterschaftsurlaub: Der Genfer Hugues Hiltpold.
Keystone
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Zwei Wochen bezahlter Urlaub für Väter: Das geht dem Nationalrat zu weit. Er hat gestern die parlamentarische Initiative von Martin Candinas (CVP) mit 97 zu 90 Stimmen bei 5 Enthaltungen abgelehnt. Ein knappes Resultat. Vier Parlamentarier hätten Ja statt Nein stimmen müssen – und das Anliegen wäre durchgekommen. Die CVP äusserte in einem Communiqué umgehend ihr Bedauern über den Entscheid; die Familien hätten vergebens auf die Einführung des Vaterschaftsurlaubs gehofft. Was die CVP nicht schrieb: Ausgerechnet in ihrem Lager fehlten jene Stimmen, die ein Ja ermöglicht hätten. Drei ihrer Nationalräte stimmten gegen die Forderung, zwei enthielten sich.

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