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Die Verteidigung der Mundart

Mit Volksinitiativen gegen Hochdeutsch im Kindergarten wehren sich Politiker für die Mundart. Pädagogen halten das für ein emotionales Scheingefecht. Aber die Debatte geht tiefer und über die Schule hinaus.

Darf ich reden, wie mir der Schnabel gewachsen ist? Um die Frage, ob schon im Kindergarten Hochdeutsch vor der Mundart Vorrang hat, ist eine politische Debatte entbrannt.
Darf ich reden, wie mir der Schnabel gewachsen ist? Um die Frage, ob schon im Kindergarten Hochdeutsch vor der Mundart Vorrang hat, ist eine politische Debatte entbrannt.
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Es ist eine Vorstellung, die vielen Deutschschweizer Eltern absurd vorkommt: Ihr Kind fragt beim Basteln im Kindergarten nicht in der vertrauten Mundart, sondern auf Hochdeutsch: «Muss ich den Weihnachtsstern anleimen?» Vierjährige sollen im Schulmodell der Basisstufe schon Hochdeutsch trainieren. Bald, frotzeln Eltern, werde ihr Kind nach einem Sturz in der Turnhalle gar auf Hochdeutsch getröstet: «Tut es weh? Das wird schon wieder!»

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