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Die Welt berichtet über Schweizer «Käsearmee»

Vor zwei Wochen wurde bekannt, dass die Schweizer Armee sich für den Zerfall der Eurozone wappnet. Die Nachricht wurde hierzulande eher nüchtern aufgenommen. Im Ausland sorgt sie für grosses Erstaunen.

Am 7. Oktober berichtete die Zeitung «Der Sonntag» über die Übung «Stabilo Due», welche die Schweizer Armee gegenwärtig probt: Eine dramatische Eskalation der Lage in EU-Krisenstaaten mit Auswirkungen auf die Sicherheit der Schweiz.

Verteidigungsminister Ueli Maurer sagte damals: «Ich schliesse nicht aus, dass wir in den nächsten Jahren die Armee brauchen.» Er spielte dabei auf die aktuelle Wirtschaftskrise und ein Europa an, das immer schwächer werde. Die EU bereite ihm Sorgen, betonte Maurer.

Wie der «Sonntag» berichte seien deshalb 100'000 Soldaten, 5 Milliarden Franken pro Jahr für die Armee und der Kampf-Jet Gripen notwendig, um die Schweiz verteidigen zu können. Die 2000 höchsten Offiziere bezogen Stellung, um «Helvetia», wie man die Schweiz während der Übung nennt, gegen Unruhen, Demonstrationen und Flüchtlingsströme aus den Nachbarländern zu verteidigen.

Weltweites Interesse

In der Schweiz wurde diese Meldung eher zurückhaltend aufgenommen und sorgte nicht für viel Diskussionsstoff. Ganz anders im Ausland. Es dauerte zwar einige Tage, doch dann verbreitete sich die Nachricht der wehrhaften Schweizer Armee, die sich auf den Showdown der Eurokrise vorbereite (siehe Bildstrecke).

Christoph Brunner, Armeesprecher der Schweizer Armee, bestätigte gegenüber dem Schweizer Fernsehen das weltweite Interesse: «Wir bekommen Telefonanrufe aus der halben Welt.» Brunner sei von den Journalisten gefragt worden, ob es zutreffe, dass sich die Schweiz für den Zerfall der Eurozone wappne. «Das trifft nicht zu», sagte Brunner abschliessend.

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