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Die Wirtschaft muss Beziehungsarbeit leisten

Nichts ist langfristig günstiger, als erst das Potenzial im eigenen Land auszuschöpfen.

Der Bruch ist spätestens seit dem 9. Februar 2014 offensichtlich: Breite Bevölkerungsschichten haben das Vertrauen in die Wirtschaft verloren. Lange Zeit galt das, was gut ist für die Wirtschaft, auch als gut für die Gesellschaft. Damit ist es vorbei. Seit die Schweiz die Masseneinwanderungs­initiative angenommen hat, wartet die Öffentlichkeit darum gespannt auf die Reaktion der Wirtschaft und den Versuch, die Beziehung zu kitten. Bislang vergeblich.

Daran ändert sich bis auf weiteres nichts. Die Wirtschaftsverbände zeigen mit dem Finger auf den Staat, der zum Beispiel im Gesundheitswesen weniger Ausländer anstellen soll. Und sie postulieren das Konzept einer Schutzklausel, der mit Abstand praktikabelsten Lösung für die Wirtschaft. Welchen Beitrag sie selbst leisten wollen, bleibt offen. Auf ein Programm mit griffigen Massnahmen, das die Unternehmen mit überprüfbaren Zielen in die Pflicht nehmen und die Voraussetzung schaffen würde, damit in Zukunft mehr Schweizer Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, wartet man vergeblich.

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