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Die Zahlen hinter dem schlechten Ruf

Kriminelle Wirtschaftsflüchtlinge: Seit dem Arabischen Frühling ist der Ruf der Migranten aus dem Maghreb ramponiert. Doch wer sind die Einwanderer aus dieser Region wirklich? Eine Studie gibt Aufschluss.

Raphaela Birrer

Der Arabische Frühling hatte auch Auswirkungen auf die Schweiz: Im Zuge der Aufstände, die Ende 2010 in Tunesien ihren Anfang nahmen, stieg die Zahl der Asylbewerber aus nordafrikanischen Ländern sprunghaft an. Bald häuften sich die Schlagzeilen über straffällig gewordene junge Männer aus dem Maghreb. Delikte wie Laden- oder Taschendiebstähle erreichten im Sommer 2012 einen Höchststand – seither hat sich die Situation merklich entspannt. Der schlechte Ruf der Nordafrikaner als kriminelle Wirtschaftsflüchtlinge heizte die politische Debatte über den Umgang mit renitenten Asylsuchenden an. So forderte etwa CVP-Nationalrat Christophe Darbellay erfolglos DNA-Tests für «bestimmte Asylsuchende».

Während Befürworter seiner Motion den Zusammenhang zwischen Herkunft und Kriminalität als gegeben sahen, warnten Gegner davor, Asylsuchende ganzer Regionen unter Generalverdacht zu stellen. Doch wer sind die Einwanderer aus den Maghreb-Staaten tatsächlich? Lassen sich die Klischees mit Zahlen belegen? Eine umfangreiche Studie des Bundesamts für Migration (BFM) gibt nun anhand detaillierter Zahlen Aufschluss über die Migranten aus Marokko, Tunesien und Algerien.

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