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«Diese Bedrohung ist beispiellos für die Schweiz»

Der Westschweizer Terrorexperte Jean-Paul Rouiller verfolgt die Krisensituation in Genf und warnt vor wilden Spekulationen. Für ihn ist aber klar: Die Schweiz ist im Visier von Jihadisten.

Nach Angaben von Experten ist die Situation in Genf nicht mit der in Brüssel vergleichbar: Polizisten untersuchen ein Fahrzeug beim Genfer Flughafen. (10. Dezember 2015)
Nach Angaben von Experten ist die Situation in Genf nicht mit der in Brüssel vergleichbar: Polizisten untersuchen ein Fahrzeug beim Genfer Flughafen. (10. Dezember 2015)
Salvatore Di Nolfi, Keystone
Die Genfer Polizei sucht nach den Ermittlungen rund um die Terroranschläge von Paris nach mehreren Verdächtigen: Vor dem französischen Konsulat patrouillieren zusätzliche Sicherheitskräfte. (10.12.2015)
Die Genfer Polizei sucht nach den Ermittlungen rund um die Terroranschläge von Paris nach mehreren Verdächtigen: Vor dem französischen Konsulat patrouillieren zusätzliche Sicherheitskräfte. (10.12.2015)
Salvatore Di Nolfi, Keystone
Die Sicherheitsvorkehrungen in Genf und der Region wurden erhöht.
Die Sicherheitsvorkehrungen in Genf und der Region wurden erhöht.
Salvatore di Nolfi, Keystone
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Herr Rouiller, wie beurteilen Sie die Situation?

Meines Wissens, und nach zwanzig Jahren Erfahrung in Nachrichtendienst und Terrorbekämpfung, handelt es sich um die erste Bedrohung dieser Schwere in der Schweiz. Wir erleben eine sehr spezielle Phase. Heute gehört die Schweiz zu den europäischen Nationen, die unter der terroristischen Bedrohung stehen. Unsere Behörden haben dies in verschiedenen Berichten seit Anfang Jahr festgehalten. Nun haben wir die Bestätigung, dass die Befürchtungen begründet waren. Ich erinnere daran, dass die Schweiz dreimal innerhalb des letzten Jahres von der Gruppierung Islamischer Staat bedroht wurde.

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