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Drehscheibe für salafistische Imame

Viele der hiesigen albanischen Imame haben in Saudiarabien studiert und laden gerne radikale Prediger ein. So auch die Imame von Regensdorf, Zürich-Altstetten und Wetzikon.

«Wer im Kampf fürs Vaterland stirbt, ist ein Märtyrer»: Der Wetzikoner Imam Bashkim Aliu. Foto: Doris Fanconi
«Wer im Kampf fürs Vaterland stirbt, ist ein Märtyrer»: Der Wetzikoner Imam Bashkim Aliu. Foto: Doris Fanconi

Die bärtigen albanischen Imame in der Schweiz kultivieren einen virilen Islam. Mit meist beschwörender Gestik und ernstem bis martialischem Tonfall rufen sie zum grossen Jihad auf, dem moralischen Kampf gegen Laster und Sünde. Die Prediger warnen vor Satan und dem Feuer der Hölle. Oder glorifizieren das politische Martyrium. So der Wetziker Imam Bashkim Aliu in einem Referat über den wahren Patriotismus: Wer im Kampf fürs Vaterland sterbe, sei ein ­Märtyrer – wie die Helden der UCK, die ihr Leben für Kosovo hingegeben hätten. An seinem letztjährigen Terrorismus-­Seminar in der Moschee Wetzikon stellten er und der Regensdorfer Imam Ferit Zekiri den Islam als Opfer dar. Bei Terror­anschlägen Einzelner werde stets der ganze Islam angeklagt. Dabei sei das Wort «islamischer Terrorismus» Unsinn. Sonst müsste man auch vom christlichen oder jüdischen Terrorismus sprechen. Der Serbenführer Slobodan Milosevic habe zur Zeit des Kosovo-Krieges, bevor er mit seiner Horde in den Krieg gezogen sei, in der Kirche den Segen des Priesters eingeholt. Muslime indessen gingen vor Kriegszügen nie zum Imam.

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