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Dreifuss’ falsches Vermächtnis

Mit der 1996 eingeführten Krankenversicherung sollten die Gesundheitskosten ­stabilisiert werden. Doch es kam anders.

Bundesrätin Ruth Dreifuss kämpfte einst engagiert für die Vorlage – obwohl sie gar nicht ihre war.
Bundesrätin Ruth Dreifuss kämpfte einst engagiert für die Vorlage – obwohl sie gar nicht ihre war.
Keystone

Ist er ein Mensch oder schon eine Maschine? Gespräche mit Gesundheitsökonom Willy Oggier haben immer etwas leicht Bizarres. «Halt, halt», sagt Oggier, «auf Seite 34 der Botschaft vom 6. November 1991 stand, und ich zitiere wörtlich: ‹Dieses Idealziel wird mittelfristig kaum zu erreichen sein.›»

Das Zitat zur idealen Entwicklung der Gesundheitskosten stimmt natürlich, und es ist Oggiers Ansage an all jene, die im Herbst mit dem Finger auf Alt-Bundesrätin Ruth Dreifuss (SP) zeigen. Ihr und nur ihr sei «zu verdanken», dass die Prämien jedes Jahr aufs Neue «explodieren», heisst es bei den Bürgerlichen gern.

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