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Ein Dorf will bleiben

Abgelegene Bergtäler sollen sich selbst überlassen werden, fordern manche. Im Safiental kämpfen die Bewohner dafür, dass ihre Heimat auch in hundert Jahren noch lebt.

In früheren Jahrhunderten musste sie mehrmals ausgebaut werden, weil sie immer wieder zu klein wurde.
In früheren Jahrhunderten musste sie mehrmals ausgebaut werden, weil sie immer wieder zu klein wurde.
Tanja Demarmels (13 Photo)
Die Walser, die vor über 700 Jahren ins Safiental einwanderten, setzten nicht auf verdichtetes Bauen. Sie stellten ihre Ställe, Speicher und Wohnhäuser locker in die Landschaft.
Die Walser, die vor über 700 Jahren ins Safiental einwanderten, setzten nicht auf verdichtetes Bauen. Sie stellten ihre Ställe, Speicher und Wohnhäuser locker in die Landschaft.
Tanja Demarmels (13 Photo)
Die Arztpraxis in der Fraktion Versam. Lange suchte die Gemeinde einen Nachfolger für ihren pensionierten Arzt. Schliesslich fand sie einen Holländer, der zuvor in Nepal praktizierte.
Die Arztpraxis in der Fraktion Versam. Lange suchte die Gemeinde einen Nachfolger für ihren pensionierten Arzt. Schliesslich fand sie einen Holländer, der zuvor in Nepal praktizierte.
Tanja Demarmels (13 Photo)
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Der Gemeindepräsident sitzt auf der Terrasse des Alpenblicks und schaut in die Zukunft seines Dorfes. Es ist keine hundert Jahre her, da lebten auf der anderen Talseite mehrere Bauernfamilien. Doch jetzt sieht man nur noch dichten Wald. Wanderer aber, die es in das verlassene Gebiet verschlägt, kommen im Wald an leeren Höfen, Speichern und Ställen vorbei, die langsam in sich zusammenfallen. So könnte auch seine Gemeinde in 80 Jahren aussehen, sagt Präsident Thomas Buchli trocken. Dann, wenn die Seitentäler wie vom Hotellerie­suisse-Präsidenten kürzlich gefordert, kein Geld mehr bekämen und sich selber überlassen würden.

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