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Ein Energiebündel für Wulff

Der deutsche Bundespräsident Christian Wulff liess sich von der ETH Lausanne innovative Solarzellen zeigen. Dabei stellte ihn seine Frau in einem Punkt in den Schatten.

Die Schweizerreise geht weiter: Christian Wulff macht sich mit Rucksack und Doris Leuthard auf den Weg.
Die Schweizerreise geht weiter: Christian Wulff macht sich mit Rucksack und Doris Leuthard auf den Weg.

Der deutsche Bundespräsident Christian Wulff hat am zweiten Tag seiner Staatsvisite zusammen mit seiner Frau Bettina die ETH Lausanne (EPFL) besucht. Begleitet wurden sie von Bundespräsidentin Doris Leuthard und dem Waadtländer Regierungspräsidenten Pascal Broulis.

EPFL-Präsident Patrick Aebischer begrüsste Wulff am Morgen im neu eröffneten Learning Center der EPFL. Die Begrüssungsworte sprach der Präsident auf deutsch, wechselte aber dann ins Französische.

Simultanübersetzung für den Bundespräsidenten

Entsprechend wurden Kopfhörer für die Simultanübersetzung verteilt. Während der Bundespräsident zugriff, verzichtete seine Frau auf die Kopfhörer, denn sie spricht französisch.

Aebischer stellte die guten Beziehungen zwischen der EPFL und Deutschland in der Vordergrund seiner Rede: So etwa lehren 32 deutsche Professoren in Lausanne und rund 230 deutsche Studierende lassen sich an der EPFL ausbilden.

Aebischer betonte auch die gute Partnerschaft mit der TU in München. Zudem arbeite die EPFL mit mehreren deutschen Unternehmen. Der EPFL-Präsident lobte zudem der in Lausanne lehrende Deutsche Michael Grätzel, der im Bereich Solarenergie forscht und dafür wichtige Preise erhalten hatte.

Energie mit Hilfe von Hagenbuttentee

So erhielt Grätzel 2009 den Balzan-Preis und 2010 den Millenium Technology Prize. Er stellte dem Bundespräsidenten seine neuen Farbstoffsolarzellen vor, die im Gegensatz zu herkömmlichen Solarzellen bereits diffuses Licht nutzen können.

Nach seinem Vortrag bat Grätzel Bundespräsident Wulff und seine Frau nach vorne und stellte vor deren Augen eine Farbstoffsolarzelle her.

Eingefärbt wurde die Zelle mit Hilfe von Hagenbuttentee, der die nötige, rote Farbe lieferte. Nach nur wenigen Minuten konnte mit der Zelle ein Rädchen angetrieben werden. «Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser» sagte Wulff und inspizierte die Solarzelle, während er anerkennend nickte.

Rucksack mit Solarzelle

Als Andenken an seinen Besuch an der EPFL erhielt Wulff einen Rucksack mit eingebauten Farbstoffsolarzellen. Zum Schluss absolvierte der Bundespräsident einen kurzen Rundgang durch das Learning Center.

Von Lausanne ging es mit dem Staatsgast per Helikopter weiter zur Fafleralp im Lötschental. Dort stand das Mittagessen auf dem Programm bevor Wulff vom Wallis weiter nach Zürich, seiner letzten Station des Staatsbesuchs, reist.

SDA/miw

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