Ein Fiat-Motor soll die Duro-Probleme lösen

Der Truppentransporter der Schweizer Armee erhält ein modernes Turbo-Dieselaggregat, das die Euro-6 Abgasnorm erfüllt.

Der Mannschaftstransporter Duro I wird künftig mit einem F1C-Motor von FPT (Fiat Powertrain Technologies) ausgerüstet. Bild: Jonas Kambli/VBS/DDPS

Der Mannschaftstransporter Duro I wird künftig mit einem F1C-Motor von FPT (Fiat Powertrain Technologies) ausgerüstet. Bild: Jonas Kambli/VBS/DDPS

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Der Duro-Mannschaftstransporter der Schweizer Armee wird mit einem anderen Motor ausgerüstet. Der mit dem Werterhalt des Duro I beauftragte Generalunternehmer GDELS-Mowag hat bei dem Motorenlieferanten eine Lösung gefunden.

Am Freitagnachmittag wurde ein modernes Turbo-Dieselaggregat, das die Euro-6 Abgasnorm erfüllt, ausgewählt. Dieser ökologische Vorteil war für Armasuisse ausschlaggebend, diese Lösung zu akzeptieren, wie es in einer Medienmitteilung des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hiess.

Ende November 2018 hatte der Generalunternehmer GDELS-Mowag in Kreuzlingen TG Armasuisse darüber in Kenntnis gesetzt, dass der Motorenlieferant ein gerichtliches Sanierungsverfahren beantragt hat. Die Motorenlieferungen für den Werterhalt des Mannschaftstransporter Duro I konnten nicht mehr sichergestellt werden Die ungewisse Situation veranlasste GDELS-Mowag, alternative Lösungen zu prüfen.

Nun hat GDELS-Mowag Armasuisse den Vorschlag unterbreitet, die Duro-Mannschaftstransporter mit einem anderen Motor auszurüsten. Diesen Vorschlag hat Armasuisse angenommen.

Es handelt sich dabei um den F1C-Motor von FPT (Fiat Powertrain Technologies). Dieses moderne Turbo-Dieselaggregat erfülle die derzeit gültige strenge Euro-6 Abgasnorm und habe eine effizientere Motorenleistung, schreibt das VBS.

3500 Franken pro Fahrzeug

Der Wechsel auf die strenge Euro-6 Norm und der damit verbundene Einbau eines Abgasnachbehandlungssystems führt zu Mehrkosten, an denen sich Armasuisse mit 3500 Franken pro Fahrzeug beteiligt. Diese Zusatzkosten können im Rahmen des vom Parlament mit dem zusätzlichen Rüstungsprogramm 2015 bewilligten Verpflichtungskredits von 558 Millionen Franken aufgefangen werden.

Der Motorenwechsel führt zu einer zeitlichen Verzögerung des Gesamtprojektes. Das genaue Ausmass wird zurzeit abgeklärt. Armasuisse wird beim Generalunternehmer GDELS-Mowag die vertraglich vereinbarte Konventionalstrafe einfordern. Zudem muss GDELS-Mowag basierend auf dieser neuen Ausgangslage die Produktionsplanung neu aufsetzen. Dabei wird weiterhin eine Einflottenstrategie verfolgt, das heisst alle mit dem bisherigen Motor ausgerüsteten Fahrzeuge werden ebenfalls auf den Euro-6 Motor umgerüstet. Diese Mehrkosten werden von GDELS-Mowag übernommen.

Das Projekt Duro I Werterhalt

Mit dem zusätzlichen Rüstungsprogramm 2015 bewilligte das Eidgenössische Parlament die Werterhaltung von 2220 Mannschaftstransportern Duro I. Das Werterhaltungspaket umfasst die Sanierung des Grundfahrzeuges, einen neuen Motor inklusive Partikelfilter (neu Euro-6), eine neue Fahrzeugelektrik und -beleuchtung, die Überarbeitung der Bremsanlage, die Integration eines Antiblockiersystems (ABS) und eines elektronischen Stabilitätsprogramms (ESP) sowie einen neuen Mannschaftsaufbau mit integriertem Überrollschutz und 4-Punkte- Gurtsystem. (anf/sda)

Erstellt: 12.07.2019, 20:40 Uhr

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