Zum Hauptinhalt springen

Ein Seitenwechsel sorgt für Unruhe

Jörg Gasser zog es vom Bund zur Bankiervereinigung. Kurz davor schrieb er noch einen Gesetzesentwurf. Ist es Zufall, dass dieser so bankenfreundlich ausgefallen ist?

«Ich sehe diesen Interessenkonflikt nicht»: Jörg Gasser, früher Top-Beamter, heute Chef der Bankiervereinigung. Foto: Lunax
«Ich sehe diesen Interessenkonflikt nicht»: Jörg Gasser, früher Top-Beamter, heute Chef der Bankiervereinigung. Foto: Lunax

Interessenkonflikt? Nicht doch, sagte Jörg Gasser kürzlich in einem Gespräch mit der Zeitung «Finanz und Wirtschaft». Er sehe bei seinem Wechsel von der Spitze des Staatssekretariats für internationale Finanzfragen (SIF) zur Bankiervereinigung «keine Probleme».

So tönt es immer, wenn es hohe Staatsdiener in die Privatwirtschaft oder zu Verbänden zieht. Der ehemalige Infrastrukturminister Moritz Leuenberger (SP) verstand die Aufregung um sein Mandat beim Baukonzern Implenia nicht. Doris Leuthard (CVP) vermochte nichts Anrüchiges darin zu erkennen, sich in den Coop-Verwaltungsrat wählen zu lassen. Stefan Brupbacher (FDP) nahm noch während seiner Zeit als Generalsekretär des Wirtschaftsdepartementes punktuell die Perspektive der Swissmem ein und reichte sogar vertrauliche Informationen an seinen heutigen Arbeitgeber weiter. Alles immer: kein Problem.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.