Zum Hauptinhalt springen

«Ein generelles Kopftuchverbot wird es sehr schwer haben vor Bundesgericht»

Zwei muslimische Schülerinnen aus Bürglen TG dürfen laut Bundesgericht weiterhin mit dem Kopftuch zur Schule. Reaktionen von ihrem Anwalt Daniel Vischer und der Schule von Bürglen.

Das Bundesgericht hat einen einstimmigen Entscheid gefällt: Zwei muslimische Mädchen dürfen in Bürglen TG weiterhin mit dem Kopftuch zur Schule. Der Zürcher Rechtsanwalt Daniel Vischer, der die beiden Schülerinnen aus Mazedonien vertritt, ist zufrieden mit dem Lausanner Urteil. Obwohl es keinen Grundsatzentscheid gab, was er bedauert, hat Vischer bei der öffentlichen Beratung der Richter den Eindruck gewonnen, dass «ein generelles Kopftuchverbot an Schulen es sehr schwer haben wird», wenn das Bundesgericht bei einem künftigen Fall die verfassungsrechtliche Zulässigkeit zu beurteilen hat.

Wie Vischer, der für die Grünen im Nationalrat sitzt, im Gespräch mit Redaktion Tamedia sagt, habe der Referent, Bundesrichter Lorenz Kneubühler, in der Urteilsberatung zu verstehen gegeben, dass ein grundsätzliches Kopftuchverbot in allen Belangen – gesetzliche Grundlagen, öffentliches Interesse und vor allem Verhältnismässigkeit – nicht zu begründen sei. Tendenziell sei die Mehrheit des Bundesgerichts derselben Meinung wie Kneubühler, meint Vischer.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.