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Ein gutes Ergebnis sähe anders aus

Angesichts der breiten Unterstützung war die Bahnvorlage Fabi schon vor der Abstimmung praktisch entschieden. Bemerkenswert ist höchstens, dass das Ergebnis nicht deutlicher ausfiel.

Die Befürworter der Fabi-Vorlage feierten die Zustimmung von 62 Prozent der Urnengänger als «wunderbares Ja» und als «sehr gutes Ergebnis». Aber bei dieser Ausgangslage sähe ein gutes Ergebnis anders aus. Die Vorlage wurde von einer breiten Allianz unterstützt, Greenpeace fand sich darin neben dem Schweizer Baumeisterverband, Pro Velo neben der Handelskammer, Tiefgrüne neben prominenten SVP-Exponenten. Selbst der TCS, der grösste Verkehrsverband der Schweiz, stellte sich hinter Fabi.

Auch die Enge in den Pendlerzügen der grossen Agglomerationen arbeitete für Fabi. Längst wird nicht mehr darüber diskutiert, ob jedem Fahrgast ein Sitzplatz zustehe – heute sind viele schon zufrieden, wenn sie einen Stehplatz mit Haltegriff ergattern.

Und schliesslich spielte auch der Umweltgedanke für die Vorlage. Das Verkehrsaufkommen wird auch in Zukunft deutlich steigen, und es besteht heute ein breiter Konsens darüber, dass es möglichst umweltfreundlich ab­ge­wickelt werden soll.

Problemlösung mittels Zuwanderungsbeschränkung

Die Gegnerschaft indessen war erst gar nicht existent und, als sie sich einmal formiert hatte, verschwindend klein. Eine überschaubare Gruppe von SVP-Vertretern trat gegen die Vorlage an, einzig verstärkt durch den Nutzfahrzeugverband Astag und die Autoimporteure.

Sie machten den Autofahrern, den «Milchkühen der Nation», bewusst, dass sie auch für Fabi zahlen müssen: als Konsumenten über die Mehrwertsteuer und als Langstreckenpendler. Und manche Automobilisten glaubten wohl, dass sich die Engpässe auf der Schiene auch günstiger und ohne ihr Geld beheben liessen – mit einem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative.

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