Zum Hauptinhalt springen

Ein islamisches Eherecht für die Schweiz?

Professoren der Uni Zürich prüfen, wie das islamische Eherecht hierzulande integriert werden könnte. Der Gang zum Standesamt wäre nicht mehr nötig, dafür könnte die Polygamie Einzug halten.

Neben dem westlichen Konzept von Ehe und Familie gibt es auch andere Familienbilder: Bräute an einer Massenhochzeit in Afghanistan. (6. Juli 2009)
Neben dem westlichen Konzept von Ehe und Familie gibt es auch andere Familienbilder: Bräute an einer Massenhochzeit in Afghanistan. (6. Juli 2009)
Keystone

Schweizer Universitäten arbeiten an Konzepten, um das islamische Eherecht in die Schweizer Rechtsordnung zu integrieren. Das Schweizer Familienrecht müsse «mit Blick auf kulturell und religiös plurale Gesellschaften» überprüft werden, sagt die Zürcher Rechtsprofessorin Andrea Büchler der «NZZ am Sonntag».

Unter ihrer Aufsicht entsteht an der Universität Zürich derzeit eine Dissertation zum Thema. Darin schlägt Doktorand Patrick Brozzo vor, dass unter gewissen Bedingungen selbst die Polygamie möglich werden soll. Auch soll die Trauung auf dem Standesamt freiwillig werden. «Wer beim Imam oder Rabbiner heiraten darf, hat den Vorteil, dass seine Ehe im eigenen Kulturkreis die volle Akzeptanz geniesst», sagt Brozzo.

René Pahud de Mortanges, Professor für Religionsrecht an der Universität Freiburg, wirft die Frage auf, ob neben dem westlichen Konzept von Ehe und Familie auch andere, beispielsweise islamisch geprägte Familienbilder im Recht Niederschlag finden sollen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch