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Ein notwendiger Schritt

Opfern von sexueller Gewalt fällt es grundsätzlich schwer, Anzeige zu erstatten. In der Schweiz kommt erschwerend hinzu, dass das Strafrecht den Begriff der Vergewaltigung viel zu eng umreisst.

Opfern von sexueller Gewalt fällt es oft schwer, die erlittene Tat anzuzeigen. Die Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung blockiert sie derart stark, dass sie nicht den Mut aufbringen, diese vor Gericht zu bringen. Aus dem vergangenen Jahr liegen in der Schweiz 85 Urteile wegen Vergewaltigung und 116 wegen sexueller Nötigung vor. Für Experten ist klar: Die Zahl der Übergriffe muss um ein Vielfaches höher liegen.

Neben der inneren Blockade schreckt viele Opfer das schweizerische Strafrecht vor einer Anzeige ab. Es umreisst den Begriff der Vergewaltigung derart eng, dass sich Gesetz und allgemeines Rechtsempfinden kaum decken. Als Vergewaltigung gilt nur, wenn ein Mann gegen den Willen einer Frau mit seinem Penis in ihre Vagina eindringt.

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