Zum Hauptinhalt springen

Belästigung: Das Schweigen der Politikerinnen

Die Anlaufstelle für Mobbing und Belästigung in Bern wird nicht genutzt. Warum es für Parlamentarierinnen so schwierig ist, zu reden.

Sie hatte sich zum Fall Buttet geäussert – und wurde von ihrer Partei zurückgepfiffen: SVP-Nationalrätin Céline Amaudruz.
Sie hatte sich zum Fall Buttet geäussert – und wurde von ihrer Partei zurückgepfiffen: SVP-Nationalrätin Céline Amaudruz.
Keystone

Im Schweizer Zentrum der Macht hat sich vor einem Jahr etwas Entscheidendes verändert. Eine Gewissheit fiel im Bundeshaus zusammen wie faules Gebälk, als CVP-Nationalrat Yannick Buttet (VS) wegen Vorwürfen, seine Exfreundin gestalkt und sexuell belästigt zu haben, im Dezember 2017 zurücktrat. Acht Nationalrätinnen erzählten im «Nouvelliste» damals anonym von ihren Erlebnissen mit Buttet: hochgeschobene Kleidung. Versuche, Geschlechtsteile zu berühren. Hände auf dem Gesäss. Heftige Umarmungen. Spürbare Erektionen. Aufdringliche Annäherungsversuche. In einigen Fällen hätten Drittpersonen eingreifen müssen, sagten die Parlamentarierinnen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.