Zum Hauptinhalt springen

Ein Spiel mit fremden Namen

Zur Revision des Geldspielgesetzes ist eine Flut von Vernehmlassungsantworten eingegangen. Bei manchen Briefen wurden Identitäten missbraucht.

Spielautomat im «Swiss Casino», dem grössten Schweizer Casino in Zürich. Foto: Nicola Pitaro
Spielautomat im «Swiss Casino», dem grössten Schweizer Casino in Zürich. Foto: Nicola Pitaro

Die ältere Dame kann es kaum fassen, dass sie sich an der Vernehmlassung zum neuen Geldspielgesetz beteiligt haben soll. Und ihre Unterschrift unter diesen Satz gesetzt haben soll: «Hiermit verweise ich auf die Stellungnahme der Casinobranche und schliesse mich dieser Vernehmlassungsantwort an.» Sie erfährt es beim Telefongespräch mit Redaktion Tamedia. «Nie würde ich das tun», sagt sie empört. Als Treuhänderin habe sie oft genug erlebt, wie viel Elend das Glücksspiel über die Leute bringe. Auch aus Versehen habe sie diesen Musterbrief nicht unterschrieben. Sie unterschreibe nur mit Initial und Nachname. Auf der Vernehmlassungsantwort mit ihrem Absender besteht die krakelige Unterschrift aus vollem Vor- und Nachnamen. Auch der Mädchenname ist angehängt, was sie nie mache. Sie sagt: «Ich stehe zu dem, was ich tue. Ich würde auch vor dem Bundesrat schwören, dass ich nicht unterschrieben habe.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.