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Ein Unding zur Unzeit

Die Initiative «AHV plus» nützt den Armen kaum – und sie ist ein Affront gegenüber den Erwerbstätigen.

Gewerkschaften und linke Parteien meinen es gut mit den Rentnern – zu gut. Mit der Initiative «AHV plus» sollen die AHV-Renten um 10 Prozent erhöht werden. Das Volksbegehren folgt der Logik der Giesskanne: Alle sollen profitieren, egal, wie dick das Portemonnaie ist. Allerdings nützt dies gerade den Ärmsten am wenigsten, weil die Erhöhung der AHV-Rente in den meisten Fällen mit einer Kürzung der Ergänzungsleistungen einhergehen würde.

Die Initiative ist eine teure Fehlkonstruktion. 4 Milliarden Franken jährlich bräuchte die AHV ab 2018 zusätzlich. Und sie ist ein Affront gegenüber den Erwerbstätigen. Die Leistungen der Rentner sollen erhöht werden, die Jungen bezahlen. Dabei wird die Solidarität zwischen den Generationen schon heute überstrapaziert. Man denke nur an die Hunderte Millionen Franken, die in der zweiten Säule jährlich von Jung zu Alt umverteilt werden.

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