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«Ein zu grosser Teil der Pflegekosten bleibt an den Steuerzahlern hängen»

Die Frage nach dem Wert eines Lebensjahres mache ihm Bauchschmerzen, sagt Gesundheitspolitiker Ignazio Cassis. Trotzdem müsse man sie diskutieren. Mit Ignazio Cassis sprach Christoph Lenz

Die Kosten der Krankenkassen am Lebensende variieren je nach Region stark. Wie beurteilen Sie das?

Bei einer solchen Differenz drängt sich die Frage nach Überversorgung auf. Liegt diese in der Romandie vor?

Aber die unerklärbaren Unterschiede müssen einen Gesundheitspolitiker wie Sie hellhörig machen.

Inwiefern?

Die Studie lässt die Interpretation zu, dass starke Spitex-Strukturen, wie sie in Neuenburg vorzufinden sind, kostendämmend wirken.

Ein wichtiger Kostenfaktor am Ende des Lebens ist die Langzeitpflege. Vor fünf Jahren hat der Bund deren Finanzierung neu geregelt. Wie beurteilen Sie die Umsetzung?

Was sagen Sie?

Ignazio Cassis ist Arzt, FDP-Nationalrat und Gesundheitspolitiker. Er präsidiert den Heimverband Curaviva. Foto: Peter Schneider/ Keystone