Einbürgerungen könnten Rekord knacken

Wegen einer bevorstehenden Gesetzesänderung lassen sich derzeit so viele einbürgern wie schon lange nicht mehr.

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Der Fall der Funda Yilmaz schlug in den letzten Tagen hohe Wellen. Selbst im Ausland wurde darüber berichtet, wie der 25-jährigen Türkin der Schweizer Pass bislang verwehrt wurde. Andere hatten dieses Jahr mehr Erfolg. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres liessen sich 20'851 Personen in der Schweiz einbürgern, berichtet die «NZZ am Sonntag». Das seien sieben Prozent mehr als 2016.

Wegen einer bevorstehenden Gesetzesänderung ab 2018 könnten sogar die Rekord-Einbürgerungszahlen aus dem Jahr 2006 geknackt werden. Damals wurden 47'607 Einbürgerungen registriert.

«Unnötige Aktion»

«Der Effekt wird zusätzlich verstärkt, weil es linke Kreise nötig fanden, alle Ausländer dazu aufzurufen, noch rasch ein Gesuch einzureichen», sagt FDP-Ständerat Philipp Müller in der «NZZ am Sonntag» und spricht damit unter anderem die Zürcher Stadtpräsidentin Corinne Mauch an, die Briefe an Ausländer verschickt habe.

«Eine unnötige Aktion: Wer nicht selber auf diese Idee gekommen ist, scheint nicht besonders motiviert zu sein, Schweizer zu werden», findet Müller. (roy)

Erstellt: 23.07.2017, 05:11 Uhr

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