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«Eine Asylunterkunft gibt der Bund nicht so schnell wieder auf»

Der neue Nationalrat Heinz Brand (SVP) war 25 Jahre Migrationschef des Kantons Graubünden. Der Streit um die geplante Asylunterkunft in Bettwil erstaunt ihn nicht. Er sagt, was der Bund besser machen müsste.

In der Aargauer Gemeinde Bettwil hat sich ein starker Widerstand gegen eine geplante Asylunterkunft formiert.
In der Aargauer Gemeinde Bettwil hat sich ein starker Widerstand gegen eine geplante Asylunterkunft formiert.
Keystone
In der ländlichen Idylle von Bettwil leben rund 560 Menschen.
In der ländlichen Idylle von Bettwil leben rund 560 Menschen.
Keystone
Überall in Bettwil stösst man auf Zeichen des Widerstands gegen die Asylunterkunft.
Überall in Bettwil stösst man auf Zeichen des Widerstands gegen die Asylunterkunft.
Keystone
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Der Bund plant in Bettwil eine Unterkunft für Asylsuchende, und die Bevölkerung wehrt sich vehement dagegen. Ist die Reaktion der Bettwiler nicht völlig übertrieben? Nein, das ist normal. Wenn eine Asylunterkunft eröffnet wird, gibt es praktisch immer heftigen Widerstand aus der Bevölkerung, aber auch von den lokalen Behörden. Dahinter stehen begründete, aber auch unbegründete Ängste. Diese Ängste müssen ernst genommen und mit klaren Informationen zerstreut werden. Im Fall Bettwil hat es der Bund versäumt, rechtzeitig, also möglichst früh, eine Informationsoffensive zu fahren. Man darf allerdings nicht vergessen, dass der Bund angesichts der zunehmenden Asylbewerberzahlen unter grossem Druck steht. Er muss ja die Asylbewerber irgendwo platzieren, und es gibt in der Schweiz kurzfristig nur eine beschränkte Zahl an verfügbaren Gebäuden, die einigermassen als Asylunterkünfte geeignet sind.

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