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Eine Gesundheitsapostelgeschichte

Neue Studien belegen offenbar, dass ein besserer Schutz vor Passivrauchen die akuten Herzinfarkte um bis zu 20 Prozent verringern kann. Trotzdem lehnt der Nationalrat die entsprechende Initiative ab.

Missionarischer Eifer oder gesundheitspolitische Notwendigkeit? Mit der Initiative wären bediente Fumoirs nicht mehr erlaubt.
Missionarischer Eifer oder gesundheitspolitische Notwendigkeit? Mit der Initiative wären bediente Fumoirs nicht mehr erlaubt.
Keystone

Der Bundesrat empfahl die Initiative «Schutz vor Passivrauchen» zur Ablehnung und legte auch keinen Gegenvorschlag vor. Die aktuelle Gesetzgebung reiche aus, um die Gesundheit der Arbeitnehmer und der Bevölkerung zu schützen. Die Gesundheitskommission des Nationalrates lehnte das Volksbegehren im Juni ebenfalls deutlich ab. SVP-Gesundheitspolitiker wie Toni Bortoluzzi bezeichneten die Initiative gegenüber Radio Energy als Zwängerei und als eine Gesundheitsapostelgeschichte, «die ich eher als abstossend empfinde.» Man könne eine Minderheit nicht derart an die Wand drücken. Eine erdrückende Mehrheit von 118 zu 54 Stimmen bei 9 Enthaltungen folgte dieser Argumentation heute und lehnte die Initiative der Lungenliga ab.

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