Zum Hauptinhalt springen

«Eine Verschlechterung des Status quo»

Ständerätin Anita Fetz ist eine der Urheberinnen der Swissness-Vorlage. Den heutigen Entscheid der kleinen Kammer zur Vorlage kann sie nicht nachvollziehen. Nun hofft sie auf den Nationalrat.

Ist das eine Schweizer Schokolade? Toblerone-Herstellung in Bern.
Ist das eine Schweizer Schokolade? Toblerone-Herstellung in Bern.
Keystone

Geht es nach dem Ständerat, müssen nur 50 Prozent der Herstellungskosten eines Industrieprodukts in der Schweiz anfallen, damit es eine Schweizer Herkunftsbezeichnung tragen darf. Bundesrat und Nationalrat wollten die Grenze auf 60 Prozent festlegen. Was sagen Sie zum Vorschlag des Ständerats?

Ich bin schwer enttäuscht. Dieser Entscheid ist vollkommen absurd, denn er bedeutet eine Verschlechterung des Status Quo. Die Limite von 50 Prozent entspricht der heutigen Praxis, allerdings dürfen in Zukunft auch Forschungs- und Entwicklungskosten an die Herstellung angerechnet werden. De facto bedeutet der Vorschlag des Ständerats also nicht mehr, sondern weniger Swissness.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.