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«Eine zweite Röhre würde uns in grosse Schwierigkeiten bringen»

Für den Staatsrechtler Rainer J. Schweizer wäre der Druck auf die Schweiz gross, bei Stau alle Spuren im Gotthard zu öffnen. Auch er bemängelt die Formulierung der Abstimmungsfrage.

Für die Gegner würde eine zweite Röhre gegen den Alpenschutzartikel verstossen, weil theoretisch nach dem Bau doppelt so viele Fahrspuren existieren. Der Bundesrat will je nur eine befahren lassen, dies sei vereinbar mit dem Alpenschutzartikel.
Für die Gegner würde eine zweite Röhre gegen den Alpenschutzartikel verstossen, weil theoretisch nach dem Bau doppelt so viele Fahrspuren existieren. Der Bundesrat will je nur eine befahren lassen, dies sei vereinbar mit dem Alpenschutzartikel.
Samuel Golay, Keystone
Dass eine Sanierung notwendig ist, bestreiten auch die Gegner nicht. Sie wollen dies jedoch ohne zweite Röhre. Bundesrat und Parlament erhoffen sich mit einem zweiten Tunnel mehr Sicherheit für den Strassenverkehr.
Dass eine Sanierung notwendig ist, bestreiten auch die Gegner nicht. Sie wollen dies jedoch ohne zweite Röhre. Bundesrat und Parlament erhoffen sich mit einem zweiten Tunnel mehr Sicherheit für den Strassenverkehr.
Karl Mathis, Keystone
Eine Alternative zur zweiten Röhre wäre der Autoverlad auf die Bahn, wie beispielsweise hier auf dem Bild am Lötschberg. Dies würde statt 2,8 Milliarden für den neuen Tunnel zwischen 1,2 und 2 Milliarden (je nach Dauer der Sommeröffnung des Tunnels) kosten. Dagegen sagen die Befürworter, die zweite Röhre wäre dafür eine langfristige Lösung.
Eine Alternative zur zweiten Röhre wäre der Autoverlad auf die Bahn, wie beispielsweise hier auf dem Bild am Lötschberg. Dies würde statt 2,8 Milliarden für den neuen Tunnel zwischen 1,2 und 2 Milliarden (je nach Dauer der Sommeröffnung des Tunnels) kosten. Dagegen sagen die Befürworter, die zweite Röhre wäre dafür eine langfristige Lösung.
Peter Klaunzer, Keystone
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Aufregung um die Gotthardabstimmung. Weil auf dem kürzlich versendeten Abstimmungszettel nichts von einer zweiten Röhre steht, protestieren Abstimmungsgegner. Der Bund informiere nicht umfassend genug, hiess es am Donnerstag von Mitgliedern des Referendumskomitees. Am Bundesgericht ist unter anderem wegen der Abstimmungsfrage eine Beschwerde hängig, die eine Annullierung der Abstimmung fordert.

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