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Eltern sollen für unbezahlte Kinderprämien geradestehen

Der Bundesrat will verhindern, dass volljährig gewordene Jugendliche mit einer Hypothek ins Erwachsenenleben starten.

Krankenkassenprämien: Ausstehende Zahlungen sind gestiegen. (Symbolbild)
Krankenkassenprämien: Ausstehende Zahlungen sind gestiegen. (Symbolbild)
Getty Images

Immer öfter bleiben Prämienrechnungen unbezahlt. Der Bund beabsichtigt, dass Jugendliche nicht schon früh finanziell aus diesem Grund ins Hintertreffen geraten.

Deshalb ist der Bundesrat bereit, eine Motion von Nationalrat Heinz Brand (SVP/GR) mit diesem Ziel anzunehmen. Eltern, die die Krankenkassenprämien ihrer Kinder nicht bezahlen, sollen auch dann noch dafür geradestehen, wenn die Kinder volljährig geworden sind. Diese sollen nicht wegen unbezahlter Kinderprämien in die Verschuldung geraten, schreibt Brand.

2017 hatte der Bundesrat das gleiche Anliegen noch abschlägig beantwortet. Das Bundesamt für Gesundheit stelle aber fest, dass die die nicht bezahlten Forderungen aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung weiterhin zunähmen, heisst es in seiner am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme.

Die ausstehenden Zahlungen stiegen von rund 305 Millionen Franken im Jahr 2016 auf 346 Millionen Franken 2017. Der Bundesrat geht davon aus, dass vermehrt auch Prämien von Kindern nicht bezahlt werden. Er erklärte sich deshalb bereit, dem Parlament eine Gesetzesänderung vorzulegen, um das Anliegen der Motion umzusetzen.

SDA/fal

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